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Aktuelle Studien unseres Partners Steelcase zeigen, dass die Arbeitnehmer*innen sich verändert haben und sich der Arbeitsplatz anpassen muss.

 

Die Zeiten der Pandemie hat die berufliche Welt nachhaltig geprägt. Der hybride Angestellte im Jahr 2022 unterscheidet sich demnach weitgehend vom Angestellten aus dem Jahr 2019. Die veränderten Lebensbedingungen während der Pandemie führten auch zu neuen Wünschen und Prioritäten für Arbeit und Freizeit. Gleichzeitig machten sich die Angestellten mit virtuellen Arbeitsformen und der Anwendung von Tools, Arbeitstechniken und neuer Technologie vertraut. Durch diese Möglichkeiten hatten die Arbeitnehmer*innen zunehmenden Einfluss darauf, wie und wo sie arbeiten.

Auf Grundlage dieser Möglichkeiten haben sich die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz verändert.

Patricia Kammer, Principal Researcher bei Steelcase, erklärt, dass heutige Führungskräfte das Unternehmensbüro als besten Ort zum Arbeiten sehen. Im Büro finden zufällige Begegnungen statt, die Zusammenarbeit, emotionale Verbindung, Engagement und ein gemeinsames Verantwortungsgefühl stärken. Kammer erklärt aber auch, dass sich viele Führungskräfte noch nicht über die schwerwiegenden Veränderungen, die durch die Pandemie entstanden sind, bewusst sind.

 

Laut ihrer Aussage haben wir alle ein Trauma durchlebt, auf die eine oder andere Art und mussten lernen, mit verschiedenen Arten von Verlust umzugehen.

 

Dieses Trauma führte nicht selten dazu, dass Menschen hinterfragten, wie sie ihre Zeit verbringen. Sie wünschen sich mehr Kontrolle, Einflussnahme und Handlungsspielraum, und das auch am Arbeitsplatz. Um das zu ermöglichen, muss die Führungskraft sich über diesen Wandel bewusst sein.

Steelcase Senior Researcher Patricia Wang äußert, der Arbeitsplatz müsse die eigene Zeit wert sein, um zur Arbeit zu fahren. Das wird vor allem dadurch begünstigt, dass Dinge, die dort geboten werden, nirgendwo anders zu finden sind. Beispielsweise durch die Möglichkeit, die Beziehung zu den Teammitgliedern zu festigen, spontan etwas zu besprechen und Feedback einzuholen.

Dementsprechend sollten Unternehmen sich damit auseinandersetzen, wie sie ihren Arbeitsplatz gestalten wollen, um attraktiv für die Arbeitnehmer*innen zu sein.

Um eine Bedürfnishierarchie für den Arbeitsplatz zu erkennen, führten Kammer und Wang umfassende Interviews mit hybriden Arbeitnehmer*innen durch. In Zeiten vor der Pandemie lag der Fokus des Bedarfs auf einer funktionalen und unterstützenden Umgebung in Form von Raum und benötigtem Zubehör. Nach der Pandemie hingegen braucht es neue Tools und Ressourcen, um hybrides Arbeiten zu ermöglichen.

  1. Steigern der Performance: Als wichtigstes Bedürfnis stellte sich heraus, dass die Arbeit besser und schneller erledigt werden kann als zu Hause. Im Büro sollte also ein besseres Angebot an Technologie, Tools und Räumen bestehen.
  2. Ermöglichen von zielgerichtetem Austausch: Das meint sowohl Soft Skills als auch Hard Skills. Menschen brauchen Räume, deren Gestaltung dazu beiträgt, Beziehungen aufzubauen und emotionale Bindungen herzustellen. Dadurch können Hindernisse für die Zusammenarbeit beseitigt und der Zusammenhalt gestärkt werden.
  3. Fördern der Gemeinschaft: Mitarbeiter*innen sollten sich an Aktivitäten beteiligen können, bei denen sie ihre eigenen Werte mit denen anderer in Einklang bringen können. Dazu zählen beispielsweise ehrenamtliche Arbeit, kulturelle Festlichkeiten oder die Würdigung persönlicher Etappenziele. Diese Aktivitäten verstärken die Sinnhaftigkeit der Arbeit.

Zu beachten ist gleichzeitig, dass sich Menschen dennoch in ihren Bedürfnissen unterscheiden. Nicht jeder hybride Mitarbeitende ist gleich und so braucht es auch verschiedene Umgebungen, um diese unterschiedlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Forschende von Steelcase fanden heraus, dass hybride Arbeitskräfte in drei Kategorien eingeteilt werden können und sie die Arbeitsräume entsprechend der Anforderungen ihrer Tätigkeit unterschiedlich nutzen. Um auf unterschiedliche Bedürfnisse einzugehen, sollten Räume verschiedene Nutzungsarten bieten.

Räumlich gebundene Angestellte

Diese Arbeitskräfte brauchen einen persönlichen, zugeordneten Arbeitsplatz, der an einen bestimmten Arbeitsablauf gebunden ist. Dazu gehört auch ein Platz zum Verstauen ihrer Sachen sowie akustische und visuelle Privatsphäre.

Ortsunabhängige Mitarbeitende

Diese Arbeitskräfte haben keinen zugeordneten Arbeitsplatz, müssen sich aber auf Grundlage ihrer Stellenbeschreibung eine bestimmte Zeit pro Woche im Büro aufhalten. Sie arbeiten in gemeinschaftlich genutzten Bereichen zur sozialen Interaktion. Die Arbeit wird hier häufiger unterbrochen, aber der Austausch mit anderen wird gefördert. Diese Menschen benötigen viel Flexibilität aufgrund ihrer vielen unterschiedlichen Arbeitsmodi.

Angestellte, die den passenden Arbeitsort aktiv wählen

Die Tätigkeiten bieten den Arbeitskräften die Möglichkeit, flexibel ihren Arbeitsort und Arbeitsmodus zu wählen. Anlässe für sie, um ins Büro zu kommen, sind vor allem gemeinschaftliche Tätigkeiten wie Besprechungen oder das Lösen komplexer Probleme. Für sie sind vor allem solche Räume attraktiv, die auf unterschiedliche Weise eingerichtet werden können. So haben sie die Möglichkeit, entweder besser sichtbar zu sein oder sich mehr Privatsphäre zu verschaffen, wenn nötig.

Auf Grundlage dieser Erkenntnisse hat unser Partner Steelcase einige Tipps zusammengestellt, wie Räume gestaltet werden können. Lesen Sie Details dazu auch hier (Hybrid Needs a Home: Designing Neighborhoods at Work Hybrid Office Neighborhood Concepts – Steelcase).

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